Die Frustration über immer wiederkehrende Unordnung in den eigenen vier Wänden ist ein weit verbreitetes Phänomen. Besonders, wenn plötzlich alles chaotisch erscheint, nach stundenlangem Aufräumen und Putzen. Die Aufräum-Expertin Alicia Iglesias Galán beleuchtet in ihren Erkenntnissen, warum bestimmte Routinen für die erneute Unordnung verantwortlich sind. Dennoch gibt es einfache, aber effektive Strategien, die helfen können, die Ordnung langfristig aufrechtzuerhalten und die Stressfaktoren im Alltag zu minimieren. Angst vor dem Chaos muss niemand haben, wenn man sich der bewährten Tipps bewusst ist.
Fünf typische Fehler, die Unordnung fördern
Wenn es darum geht, die eigenen vier Wände in Schuss zu halten, sind viele Gewohnheiten häufig kontraproduktiv. Hier sind fünf häufige Fehler, die es unbedingt zu vermeiden gilt:
- Fehler 1: Zu viel auf einmal vornehmen – Anstatt den gesamten Wohnraum auf einmal auf Vordermann zu bringen, empfiehlt es sich, in Etappen zu arbeiten. Dies gilt insbesondere für größere Projekte wie das Aufräumen des Kleiderschranks. Sonst droht das Chaos, wenn die Zeit nicht ausreicht.
- Fehler 2: Hamstern und Horten – Oftmals quillt der Raum über vor ungenutzten Gegenständen. Wer an solchen „Erinnerungsstücken“ festhält, hemmt die eigene Organisation. Der Schlüssel liegt im regelmäßigen Ausmisten.
- Fehler 3: Nicht loslassen können – Veraltete Bekleidung oder ungeliebte Geschenke nehmen Platz weg, den man für Nützliches nutzen könnte. Hier gilt es, regelmäßig zu hinterfragen, was wirklich gebraucht wird.
- Fehler 4: Nutzlose Möbel anschaffen – Möbel sollten nicht nur gut aussehen, sondern auch einen funktionalen Zweck erfüllen. Ein Tisch ohne Verwendungsmöglichkeiten wird schnell zum Sammelpunkt für unnötige Gegenstände.
- Fehler 5: Traummöbel ohne Berücksichtigung der Realität – Manchmal wird beim Kauf von Möbeln die alltägliche Lebensrealität ignoriert. Begehbare Kleiderschränke sind ein Beispiel, wo überdimensionierte Träume in Chaos umschlagen können.
Strategien zur langfristigen Ordnung
Um der ständigen Unordnung in den eigenen vier Wänden entgegenzuwirken, sind gezielte Strategien hilfreich. Es sind vor allem kleine Veränderungen im Alltag, die große Wirkung zeigen können.
Ein bewährtes Konzept ist die 15-Minuten-Regel: Täglich kurze Zeitfenster einplanen, um aktiv Ordnung zu schaffen. Zudem helfen feste Plätze für jeden Artikel, um Chaos gleich von Anfang an zu vermeiden. Wer den Platz für Dinge clever wählt, spart sich künftig das Suchen.
Ein weiterer wertvoller Ratschlag ist das sofortige Erledigen kleiner Aufgaben. Für Handlungen, die weniger als zwei Minuten in Anspruch nehmen, sollte keine Zeit verloren werden. Dinge wie leere Gläser in die Küche bringen oder Jacken am Haken aufhängen, können den Alltag erheblich leichter machen.
Ordnung in der Küche und beim Putzen
Der Küchenbereich kann oft eine Quelle für Unordnung sein. Hier hilft das Konzept des Dekantierens, bei dem Lebensmittel in einheitliche Behälter umgefüllt werden. So entsteht nicht nur visuelle Einheitlichkeit, sondern auch Übersichtlichkeit.
Um Unordnung im Kühlschrank zu vermeiden, kann eine „Eat me first“-Box eingerichtet werden, die auf bereits angebrochene Lebensmittel hinweist. Solche Maßnahmen erleichtern es, den Überblick zu bewahren und fördern ein sauberes Umfeld.
Mit diesen einfachen, aber effektiven Strategien lässt sich die Unordnung in den eigenen vier Wänden eindämmen. Indem Gewohnheiten verändert werden, kann eine dauerhafte Ordnung geschaffen werden – ganz im Sinne der Expertenrats von Alicia Iglesias Galán.



