In einer Zeit, in der die Energiepreise stetig steigen und Nachhaltigkeit mehr denn je im Fokus steht, rückt die Wahl des richtigen Küchengeräts in den Vordergrund. Der Airfryer gilt als die stromsparende Alternative zum herkömmlichen Backofen, vor allem beim Zubereiten von kleinen Portionen wie Pommes oder Gemüse. Doch hält dieser Trend, was er verspricht? In der praktischen Anwendung zeigt sich, dass der Stromverbrauch nicht nur von der Art des zu kochenden Gerichts abhängt, sondern auch von der Nutzungshäufigkeit und den individuellen Umständen jedes Haushalts.
Um die Energieeffizienz der beiden Geräte richtig zu reflektieren, ist es wichtig, einige technische Aspekte im Auge zu behalten. Der Airfryer benötigt einen deutlich kleineren Garraum, wodurch weniger Energie benötigt wird, um eine entsprechende Temperatur zu erreichen. Während er für kleinere Portionen eine klare Vorteile bietet – schon bei der Zubereitung von Chicken Wings zeigt sich ein Verbrauch von lediglich 0,2 bis 0,3 kWh im Vergleich zu 1,0 bis 1,2 kWh eines Backofens – ist er bei größeren Mengen nicht immer die bessere Wahl. Daher stellt sich die Frage: Wie lässt sich beim Kochen wirkungsvoll Energie sparen und was sind die individuellen Vorteile beider Geräte?
Energieverbrauch im Vergleich: Airfryer vs. Backofen
Der entscheidende Faktor bei der Beurteilung eines Küchengeräts ist der Stromverbrauch. Ein Airfryer arbeitet mit einer Leistung zwischen 1200 und 1500 Watt und benötigt etwa zwei Minuten zum Aufheizen, während ein herkömmlicher Backofen durchschnittlich zehn Minuten dafür benötigt. Diese kürzere Vorheizzeit trägt entscheidend zur Energieeffizienz bei.
Kosten im Alltag
Ein praktischer Vergleich zeigt eine signifikante Differenz im Stromverbrauch. Für die Zubereitung eines Kilogramms Pommes frites beispielsweise fallen im Airfryer Kosten von rund 31 Cent an, während der Backofen insgesamt etwa 76 Cent kostet – eine Ersparnis, die sich schnell summiert. Dies ist besonders relevant für Haushalte, die häufig kleinere Portionen zubereiten.
Die richtige Wahl für verschiedene Haushaltsgrößen
Die Wahl zwischen Airfryer und Backofen sollte nicht nur auf dem Stromverbrauch basieren. Für Singles oder Paare, die oft kleinere Portionen zubereiten, kann ein Airfryer die praktischere Lösung sein. Bei größeren Familien allerdings, die häufig komplette Mahlzeiten zubereiten, ist der Backofen oft das geeignetere Gerät. Gleichzeitig verbringen Nutzer weniger Zeit mit dem Aufheizen und der Zubereitung, wenn sie die richtige Gerätekombination wählen.
Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung
Beim Blick auf die Nachhaltigkeit ist es zudem wichtig, die Herstellungs- und Entsorgungskosten beider Geräte zu berücksichtigen. Ein zusätzlicher Kauf eines Airfryers, der im Alltag selten genutzt wird, kann letztendlich der Umwelt schaden. Praxisnahe Tipps wie das Ausnutzen der Umluftfunktion im Backofen, die bis zu 15 Prozent Energie sparen kann, sollten ebenfalls nicht vernachlässigt werden.
Schlussfolgerungen und persönliche Nutzung
Ein Airfryer zeigt besonders bei häufigem Kochen kleiner Portionen seine Vorteile in Bezug auf Energieeffizienz und Zeitersparnis. Um dennoch mehr aus der heimischen Küche herauszuholen, ist eine Kombination beider Geräte in vielen Fällen die ideale Lösung. Mit Bedacht auf die individuellen Bedürfnisse und Kochgewohnheiten lässt sich nicht nur die Stromrechnung senken, sondern auch der Kochablauf effizienter gestalten.



